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Call for Papers: Forschungswerkstatt und Sammelband „Tierliche Agency“

Handeln Tiere?  Zur Theorie und Praxis tierlicher Agency

Der Chimaira Arbeitskreis für Human-Animal Studies veranstaltet in Kooperation mit dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und der Nachwuchsforschungsgruppe „Wissenschaftsethik der Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften Tübingen im Herbst dieses Jahres eine Forschungswerkstatt zum Thema „Tierliche Agency“.  Hierauf aufbauend wird 2015 ein Sammelband herausgegeben.

Call for Papers

Geht Handlungsmacht ausschließlich von menschlichen Subjekten aus? Diese These möchten wir in einer Forschungswerkstatt in Hinblick auf die Besonderheiten tierlicher Agency kritisch hinterfragen.

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Ausstellung: we, animals. Meinblau Projektraum, Berlin

Öffnungszeiten der Ausstellung:  8. – 16. März, Do – So 14:00 – 19:00 Uhr

Ort: MEINBLAU Projektraum, Christinenstraße 18/19, 10119 Berlin

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Die Ausstellung präsentiert künstlerische Videofilme aus dem Kontext des Sammelbandes „Tiere Bilder Ökonomien. Aktuelle Forschungsfragen der Human-Animal Studies“, erschienen im Dezember 2013 im transcript Verlag. In den Video-Arbeiten werden Verknüpfungen zwischen wissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen sichtbar.

ZettOlivaresNobuhira

Der Video-Essay „DINOSAUR GIF“ der Filmemacherin Anna Zett untersucht Zusammenhänge zwischen prähistorischen Bildern von Sauriern und denen kapitalistischer Mensch-Tier-Verhältnisse im Kino des Fortschritts.

Die Kunstaktivistin Lissette Olivares hält in ihrer kritischen Video-Dokumentation „Art Farm Revisited“ die Kamera auf „Nutz-Tiere“ des Kunstmarkts. Die Kamera von „Dog Cam Project“ des japanischen Künstlers Nobuhira Narumi führt ein Hund und wird zum Co-Autor der künstlerischen Arbeit.

we , animals ist eine Projektreihe zur aktuellen Debatte um Mensch-Tier-Verhältnisse, initiiert von Meinblau e.V. www.meinblau.de, in Kooperation mit Chimaira AK für Human-Animal Studies, gefördert durch das Kulturamt Pankow.

we, animals – Tiere Bilder Ökonomien, Video Screening und Buchpräsentation

Freitag, 7. März 2014, 18h 30

mit : Chimaira AK für Human-Animals Studies (Berlin)

und Videoarbeiten von:

Nobuhira Narumi (Tokyo/NY),
Lissette Olivares & Cheto Castellano (NY),
Anna Zett (Berlin)

Ort: MEINBLAU Projektraum, Christinenstraße 18/19, 10119 Berlin

Pibernat_transcript

Die Ausstellung präsentiert künstlerische Videofilme aus dem Kontext des Sammelbandes „Tiere Bilder Ökonomien. Aktuelle Forschungsfragen der Human-Animal Studies“, erschienen im Dezember 2013 im transcript Verlag. Continue reading

Offenes Treffen des Chimaira AK in Berlin

Am Mittwoch, den 03. September 2014, um 19 Uhr lädt der Chimaira Arbeitskreis zu einem Offenen Treffen in Berlin ein, zu dem alle an den Human-Animal Studies bzw. an der Erforschung Gesellschaftlicher Mensch-Tier-Verhältnisse Interessierten herzlich eingeladen sind.

Das Offene Treffen soll vor allem Promovierenden und weiteren Wissenschaftler_innen sowie Studierenden eine Möglichkeit der Vernetzung bieten. Auch soll es einen Raum für Diskussionen und den Austausch über zukünftige Projekte, aktuelle Forschung und die Möglichkeiten eines HAS-Studiums bzw. einer HAS-Forschung bereitstellen. Des Weiteren soll den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben werden,  mehr über die Arbeit des Chimaira AK sowie über Möglichkeiten der Beteiligung zu erfahren.

Das Treffen findet im Viasko, am Erkelenzdamm 49, in 10999 Berlin-Kreuzberg statt.

Blockseminar „Philosophie im Kontext der Human-Animal Studies“, Berlin

  • Dozent_innen: PD Dr. Phil. Reinhard Margreiter in Zusammenarbeit mit mehreren Vertreter_innen des Chimaira Arbeitskreises
  • Termin: 23./24. und 26./27. September 2013, 10.00 – 17.00 Uhr
  • Ort: UL 6, 3103
  • b, c, d, LA/S1, LA/S2

Kommentar: Indem wir uns mit einigen Richtungen und Vertretern der Human-Animal Studies (HAS) näher auseinandersetzen, erörtern wir die Frage, wie aus philosophischer Sicht das Konzept der HAS zu bewerten ist und wie sich Philosophie – sowohl als mitarbeitende Disziplin wie als skeptische Instanz – darin einbringen kann. Bei den HAS handelt es sich um ein junges und interdisziplinäres Forschungsfeld, das unter möglichst vielen Perspektiven
eine neue, angemessene Sicht auf die zahlreichen und komplexen Mensch-Tier-Verhältnisse entwickeln will. Es ist ein beschreibendes, aber auch ein handlungsnormativ und zudem ideologisch motiviertes Unternehmen. Philosophisch können wir uns ihm, einer Einteilung Oswald Schwemmers folgend, auf dreierlei Weisen nähern, je nachdem, ob wir Philosophie
als einen Superdiskurs, Subdiskurs oder (vermittelnden) Interdiskurs verstehen.

Literatur:

  • M. Wild: Tierphilosophie zur Einführung. Hamburg 2008
  • C. Otterstedt & M. Rosenberger (Hg): Gefährten, Konkurrenten, Verwandte. Die Mensch-Tier-Beziehung im wissenschaftlichen Diskurs. Göttingen 2009
  • Chimaira AK (Hg.): Human-Animal Studies. Über die gesellschaftliche Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen. Bielefeld 2011

Eine Literaturliste wird nach Anmeldung zugesandt.
Anfragen und Anmeldungen (ab 1. Mai 2013) per E-Mail an: reinhard-margreiter(at)gmx.at.

Blockseminar „Intersektionalität in den kritischen Human-Animal Studies“, Innsbruck

  • Titel: „Intersektionalität in den kritischen Human-Animal Studies. Mensch-Tier-Verhältnisse im Kontext von zwischenmenschlichen Gesellschaftsverhältnissen“
  • Dozent: Andre Gamerschlag
  • Datum: Auftaktveranstaltung 7.6.2013, 12-14 Uhr; Block I 21./22.6.2013, Block II 5./6.7.2013
  • Ort: Hauptgebäude, Container 1

Ziel: In diesem Seminar werden das Paradigma Intersektionalität und das Forschungsfeld Human-Animal Studies vorgestellt. Anschließend soll vermittelt werden, auf welche vielfältigen Weisen Mensch-Tier-Verhältnisse mit Prinzipien wie Kapitalismus oder Phänomenen wie Rassismus und Sexismus verbunden und daher auch für menschenbezogene Forschung relevant sind.

Inhalt: Der aus dem black feminism und den gender studies stammende Begriff „Intersektionalität“ wurde als Metapher für die Dreifachbenachteiligung schwarzer Frauen durch Rassismus, Sexismus und Klassismus geschaffen, beschreibt inzwischen aber allgemein Forschungen, die mehrere Formen sozialer Ungleichheit und kultureller Differenz in Zusammenhang zueinander analysieren. Etwa die Frage, wie Rassismus und Sexismus sich gegenseitig begünstigen können und miteinander in Verbindung stehen. Die Human-Animal Studies sind ein im deutschsprachigen Raum junges Forschungsfeld, welches sich überwiegend mit kulturellen und sozialen Aspekten von – eigentlich als biologisch angesehenen – Mensch-Tier-Verhältnissen befasst. Kritische HAS sehen Mensch-Tier-Verhältnisse als gesellschaftliche Gewalt- und Ausbeutungsverhältnisse an und wollen diese hin zur Gewaltfreiheit verändern.

Im Seminar soll eine intersektionelle Perspektive auf Mensch-Tier-Verhältnisse eingenommen werden, um Verbindungspunkte zu anderen Formen von Ungleichheit und Differenz auszuloten: Wie begünstigt Speziesismus (Artchauvinismus) auch Rassismus und Sexismus? Was hat intrahumane Gewalt mit Tierausbeutung zu tun? Was hat Fleischkonsum mit der Konstruktion von Männlichkeit zu tun? Wie ist Tierausbeutung im Kapitalismus eingebettet und warum wird sie deshalb zusätzlich verfestigt? Welche Mechanismen sind allen Formen der Benachteiligung und Diskriminierung gemeinsam – auch der gegenüber andere Arten? Wo überschneiden sich soziale Bewegungen in ihren Befreiungsbestrebungen?

Das Seminar ist in drei Teile gegliedert. Teil I bildet eine Einführung in HAS und Intersektionalität. Teil II ist eine Einführung in intersektionelle HAS. Teil III behandelt einzelne Beispiele für Intersektionen: Kapitalistische Mensch-Tier-Verhältnisse, Intersektionen durch sozialkonstruktivistische und dekonstruktivistische Perspektiven, Gender Studies und HAS, Rassismusforschung und HAS.

Die Inhalte werden möglichst einfach vermittelt. Vorwissen ist zwar hilfreich, jedoch nicht notwendig. Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, aktive Teilnahme und Teilnahme an der Auftaktveranstaltung werden vorausgesetzt. Der Seminarreader wird über Olat zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.

Methode: Literaturstudium, Referate, Diskussionen
Prüfungsmodus: Literaturvorbereitung, aktive Teilnahme + Referat oder kleine Hausarbeit

Literatur, u.a.:

  • Gudrun-Axeli Knapp (2005): Intersectionality – ein neues Paradigma feministischer Theorie? Zur transatlantischen Reise von „race, class, gender“, in: Feministischen Studien, J.23/2005, Nr.1. S.68ff.
  • Andre Gamerschlag (2011): Intersektionelle Human-Animal Studies. In: Chimaira AK (Hg.): Human-Animal Studies. Über die gesellschaftliche Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen. Bielefeld: transcript. S.151ff.
  • Sabine Hastedt (2011): Die Wirkungsmacht konstruierter Andersartigkeit. Struktuelle Analogien zwischen Mensch-Tier-Dualismus und Geschlechterbinarität. In: Chimaira AK (Hg.): Human-Animal Studies. S.191ff.

Weitere Infos auf dem Studierendenportal der Universität Innsbruck.

Auftaktveranstaltung Blockseminar „Intersektionalität in den kritischen Human-Animal Studies“, Innsbruck

  • Titel: „Intersektionalität in den kritischen Human-Animal Studies. Mensch-Tier-Verhältnisse im Kontext von zwischenmenschlichen Gesellschaftsverhältnissen“
  • Dozent: Andre Gamerschlag
  • Datum: Auftaktveranstaltung 7.6.2013, 12-14 Uhr; Block I 21./22.6.2013, Block II 5./6.7.2013
  • Ort: Hauptgebäude, Container 1

Ziel: In diesem Seminar werden das Paradigma Intersektionalität und das Forschungsfeld Human-Animal Studies vorgestellt. Anschließend soll vermittelt werden, auf welche vielfältigen Weisen Mensch-Tier-Verhältnisse mit Prinzipien wie Kapitalismus oder Phänomenen wie Rassismus und Sexismus verbunden und daher auch für menschenbezogene Forschung relevant sind.

Inhalt: Der aus dem black feminism und den gender studies stammende Begriff „Intersektionalität“ wurde als Metapher für die Dreifachbenachteiligung schwarzer Frauen durch Rassismus, Sexismus und Klassismus geschaffen, beschreibt inzwischen aber allgemein Forschungen, die mehrere Formen sozialer Ungleichheit und kultureller Differenz in Zusammenhang zueinander analysieren. Etwa die Frage, wie Rassismus und Sexismus sich gegenseitig begünstigen können und miteinander in Verbindung stehen. Die Human-Animal Studies sind ein im deutschsprachigen Raum junges Forschungsfeld, welches sich überwiegend mit kulturellen und sozialen Aspekten von – eigentlich als biologisch angesehenen – Mensch-Tier-Verhältnissen befasst. Kritische HAS sehen Mensch-Tier-Verhältnisse als gesellschaftliche Gewalt- und Ausbeutungsverhältnisse an und wollen diese hin zur Gewaltfreiheit verändern.

Im Seminar soll eine intersektionelle Perspektive auf Mensch-Tier-Verhältnisse eingenommen werden, um Verbindungspunkte zu anderen Formen von Ungleichheit und Differenz auszuloten: Wie begünstigt Speziesismus (Artchauvinismus) auch Rassismus und Sexismus? Was hat intrahumane Gewalt mit Tierausbeutung zu tun? Was hat Fleischkonsum mit der Konstruktion von Männlichkeit zu tun? Wie ist Tierausbeutung im Kapitalismus eingebettet und warum wird sie deshalb zusätzlich verfestigt? Welche Mechanismen sind allen Formen der Benachteiligung und Diskriminierung gemeinsam – auch der gegenüber andere Arten? Wo überschneiden sich soziale Bewegungen in ihren Befreiungsbestrebungen?

Das Seminar ist in drei Teile gegliedert. Teil I bildet eine Einführung in HAS und Intersektionalität. Teil II ist eine Einführung in intersektionelle HAS. Teil III behandelt einzelne Beispiele für Intersektionen: Kapitalistische Mensch-Tier-Verhältnisse, Intersektionen durch sozialkonstruktivistische und dekonstruktivistische Perspektiven, Gender Studies und HAS, Rassismusforschung und HAS.

Die Inhalte werden möglichst einfach vermittelt. Vorwissen ist zwar hilfreich, jedoch nicht notwendig. Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen, aktive Teilnahme und Teilnahme an der Auftaktveranstaltung werden vorausgesetzt. Der Seminarreader wird über Olat zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt.

Methode: Literaturstudium, Referate, Diskussionen
Prüfungsmodus: Literaturvorbereitung, aktive Teilnahme + Referat oder kleine Hausarbeit

Literatur, u.a.:

  • Gudrun-Axeli Knapp (2005): Intersectionality – ein neues Paradigma feministischer Theorie? Zur transatlantischen Reise von „race, class, gender“, in: Feministischen Studien, J.23/2005, Nr.1. S.68ff.
  • Andre Gamerschlag (2011): Intersektionelle Human-Animal Studies. In: Chimaira AK (Hg.): Human-Animal Studies. Über die gesellschaftliche Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen. Bielefeld: transcript. S.151ff.
  • Sabine Hastedt (2011): Die Wirkungsmacht konstruierter Andersartigkeit. Struktuelle Analogien zwischen Mensch-Tier-Dualismus und Geschlechterbinarität. In: Chimaira AK (Hg.): Human-Animal Studies. S.191ff.

Weitere Infos auf dem Studierendenportal der Universität Innsbruck.

Verbindungen von Speziesismus, Rassismus und Sexismus und dessen Einbettung im Kapitalismus (Vortrag), Darmstadt

  • Titel: Verbindungen von Speziesismus, Rassismus und Sexismus und dessen Einbettung im Kapitalismus. Unity of Oppression und Intersektionalität
  • Referent: Andre Gamerschlag
  • 3.02.2013, 12:30 Uhr, Hochschule Darmstadt, Glaskasten, Schöfferstr. 3
  • organisiert von Voice of Liberation

In den frühen 1990ern hielten in der radikalen Linken, durch den Feminismus angestoßene, Überlegungen über die Mehrfachunterdrückung (durch Sexismus, Rassismus und Kapitalismus) Einzug, die Mitte der 1990er durch die Tierrechtsbewegung um die Kategorie “Spezies” bzw. “Nicht-Mensch” im Unity-of-Oppression-Konzept erweitert wurden. Während dieser Ansatz in den letzten 10 Jahren an Gewicht verloren hat, boomt inzwischen eine ähnlich gelagerte Diskussion in wissenschaftlichen Kreisen, die Parallelen zur Unity-of-Oppression-These der Tierrechtsbewegung aufweist, die Intersektionalität. Dabei geht es um die Analyse von Verbindungen zwischen verschiedenen Formen der Ungleichheit, Benachteiligung etc. und deren Einbettung im Kapitalismus. In dieser Veranstaltung soll der Werdegang von Triple Oppression zur Unity of Oppression nachgezeichnet und das Modell der Intersektionalität dargestellt und in Hinblick auf seine Relevanz für die Analyse von Gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnissen ausgeleuchtet werden. Ein mögliches Thema für die anschließende Diskussion könnte etwa die Kontroverse zwischen dem sich als „emanzipatorisch“ bezeichnenden Flügel und dem sogenannten „Hauptsache-Für-Die-Tiere“ oder „Single-Issue“ Flügel der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung sein. Muss die Verwobenheit von Herrschaftsformen wirklich zwingend dazu führen, dass Tierrechtspositionen und Argumentationen immer Gesellschaftskritik betreiben müssen? Der Vortrag betrifft politische und wissenschaftliche Themen und kann in beide Richtungen diskutiert werden. Trotz der theoretischen Dichte wird er möglich einfach und verständlich dargestellt. Verständnisfragen sind jeder Zeit willkommen.

Geschichte, Theorie und Praxis der Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung (Vortrag), Mannheim

Andre Gamerschlag, Sozial-Wissenschaftler und Mitglied des Arbeitskreises Chimaira, wird am 2.2.2013 in Mannheim den Vortrag „In sozialer Bewegung für die Befreiung der Tiere. Geschichte, Theorie und Praxis der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung“ halten.

Tierausbeutung, fleischfreie Ernährungsweisen und sogar die akademische Erforschung der Mensch-Tier-Verhältnisse (Human-Animal Studies) sind derzeit wieder im öffentlichen Diskurs, wie Polit-Talkshows, Trash-TV-Beiträge (Galileo etc.) und Magazine deutlich zeigen. In dieser Einführung wird eine neue soziale Bewegung vorgestellt, welche seit jeher ein Interesse an den genannten Themen bekundet hat und versucht, das Mensch-Tier-Verhältnis möglichst gewaltfrei zu gestalten: die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung. Dieser Bewegung geht es nicht nur um eine „humane“ Gestaltung von Tierausbeutung (Tierschutz) oder um den Erhalt der Artenvielfalt (Artenschutz), sondern um das Ende jeder Form von Ausbeutung und Gewalt gegenüber Tieren. Bekannt wurde die Bewegung hierzulande in den 1990ern durch Berichterstattungen über Undercover-Videomaterial aus Tierausbeutungsbetrieben, über Tierbefreiungen und spektakuläre Aktionen des zivilen Ungehorsams. Heute ist es vor allem die Massenorganisation PeTA, welche die Wahrnehmung der Bewegung bestimmt und damit verzerrt. Neben PeTA besteht die Bewegung aus verschiedensten Graswurzelgruppen, die insgesamt ein sehr heterogenes Spektrum abdecken. Die Aktionsformen gehen von Infoveranstaltungen und Koch-Workshops bis zu groß angelegten Tierbefreiungen und Brandanschlägen. Die Theorie reicht von anarchistischen bis zu religiös motivierten Ansätzen.

Die zentralen Fragen, die in dieser Einführung angesprochen werden lauten:

  • Tierrechte, Tierbefreiung, Antispeziesismus, was steht hinter diesen Begriffen?
  • Was will die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung?
  • Wie hat sie sich entwickelt?
  • Wie sehen die darin versammelten Weltanschauungen und Argumente aus?
  • Welche Methoden wendet sie an?
  • Welche Differenzen und Kontroversen bestehen innerhalb der Bewegung?
  • Welche Organisationen und „Institutionen“ bilden die Bewegung?

Ort und Zeit: 02.02.2013, 19:30 Uhr, Jugendzentrum Forum, Neckarpromenade 46, Mannheim
Organisiert von: die tierbefreier Rhein-Neckar

Beginn der Ringvorlesung „Tiere_Bilder_Ökonomien“, Berlin

Der Chimaira Arbeitskreis veranstaltet im Sommersemester 2013 eine Ringvorlesung mit dem Titel “Tiere_Bilder_Ökonomien” an der Humboldt Universität zu Berlin. Es wird für Studierende verschiedener Fachbereiche möglich sein, Teilnahme- und Leistungsnachweise zu erbringen.

Sommersemester 2013 (08. April 2013 bis 13. Juli 2013) zum Programm

Mittwochs 18 bis 20 Uhr, Humboldt Universität zu Berlin, Dorotheenstr. 26 (Raum wird noch bekanntgegeben)

Die Frage nach ‚dem Tier‘ ist aus der gesellschaftlichen Debatte wie auch aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen nicht mehr wegzudenken. Die Auseinandersetzung mit nichtmenschlichen Individuen und ihren Fähigkeiten reicht von Fragen der Tierethik über die Verhandlung der Mensch-Tier-Grenze bis hin zu einer Beschäftigung mit den konkreten Interaktionen zwischen verschiedenen Spezies.

Innerhalb der interdisziplinär konzipierten Ringvorlesung möchten wir uns von zwei Richtungen der Frage nach den nichtmenschlichen Tieren nähern:

Das Thema Tier_Bilder stellt den einen Fokus der Vortragsreihe dar. Mit dem Fokus auf diesen Themenstrang soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Begegnungen zwischen Menschen und nichtmenschlichen Individuen in der gegenwärtigen medialisierten Gesellschaft immer mehr mit Bildern und durch Bilder stattfinden. Damit stehen insbesondere die Bilder zur Debatte, die wir uns von nichtmenschlichen Tieren machen, seien es gesellschaftliche und kulturelle Vorstellungen oder ganz konkrete mediale und künstlerische Bilder. In Beiträgen aus unterschiedlichen Disziplinen wird jedoch auch der Frage nachgegangen, welchen aktiven Anteil nichtmenschliche Tiere selbst am Prozess der Bildproduktion haben.

Ein zweiter Gesichtspunkt, der für die gegenwärtige Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist, ist die Verbindung zwischen ‚Tieren‘ und Ökonomie, sei es in der Massenproduktion von Fleisch oder in den unterschiedlichen Formen der Haltung von sogenannten Nutz- oder Arbeitstieren. Anhand exemplarischer Analysen wird in der Vorlesung dem jeweiligen Einfluss sowie der Stellung nichtmenschlicher Tiere innerhalb unterschiedlicher ökonomischer Settings nachgegangen werden.

Insgesamt möchte die Ringvorlesung anhand zwei exemplarischer aber zentraler Themen einen Einblick in mögliche Fragestellungen und Ansätze innerhalb des im deutschsprachigen Raum noch jungen Feldes der Human-Animal Studies geben.

Weitere Informationen sowie den genauen Zeitplan finden Sie unter www.tiere-bilder-oekonomien.de.